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Anlässlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages von Egon Schiele eröffnete
die Stadt Tulln am 12. Juni 1990 das Egon Schiele-Museum und setzte
ihrem großen Sohn damit ein Denkmal.
Das Egon Schiele-Museum liegt direkt an der Tullner Donaulände und
ist im ehemaligen Bezirksgefängnis untergebracht, das im Jahr 1898
errichtet wurde. Der Aufenthalt Egon Schieles und die Schaffung von zehn
erschütternden Zeichnungen in der Gefängniszelle Neulengbach waren der
Ursprung des Gedankens, das ehemalige Bezirksgefängnis für die
Adaptierung zum Schiele-Museum anzukaufen.
Von der ursprünglichen Bausubstanz wurde sowohl innen als auch außen
soviel als möglich erhalten. Im unteren Geschoß befindet sich die
Dokumentation über Schieles Leben und seine Zeit. Hier konnte auch die
letzte Zelle komplett erhalten werden, die dann mit wenig Aufwand jener
Zelle in Neulengbach angeglichen wurde, in der Schiele im Jahr 1912 drei
Wochen verbrachte.
Im ersten Stock und auch im Dachgeschoß werden mehr als 100
Originalwerke Egon Schieles gezeigt. Zeichnungen, Deckfarbenmalereien
und Ölbilder. Ein Glanzstück ist der
"Blick über verschneite Weingärten auf Klosterneuburg", im
Jahre 1907 entstanden.
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