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Egon Schiele
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1907

Mit großem Enthusiasmus stürzt sich Schiele in seine neue Aufgabe. Bald aber trübt sich das Verhältnis zwischen ihm und seinen, noch immer dem “Ringsstraßenstil” verhafteten Lehrer Griepenkerl. 

Schiffe in bewegtem Wasser (Triest), 1907 Schiele sucht bereits in diesem Jahr die persönliche Bekanntschaft mit Gustav Klimt. Dieser förderte junge Künstler, auch Schiele, uneigennützig und nobel.
Mit seiner jüngeren Schwester Gertrude reist er nach Triest; dort entstehen mehrere Studien nach dem Triester Hafenviertel. Diese Bilder zeigen, dass Schiele außerhalb der Akademie zum Maler reifte und die den Einfluss der Sezessionskunst deutlich erkennen lassen.

 

1908

Schiele konnte sich erstmals mit bekannten Klosterneuburger Malern an einer Ausstellung beteiligen. Darunter war auch Max Kahrer, er wurde ein väterlicher Freund, brachte ihn stärker zur Farbigkeit und machte ihn wohl auch mit der Kunst der Sezession bekannt.

 

1909

Von Schiele werden bereits vier Werke in der “Internationalen Kunstschau 1909” gezeigt, deren Ausstellungskomitee Gustav Klimt als Präsident vorsteht. Auch den Architekten Josef Hoffmann lernt Schiele bei dieser Gelegenheit kennen und kommt dadurch wenig später mit der “Wiener Werkstätte” in Verbindung. 

Plakat zur Ausstellung der "Neukunstgruppe", 1909Nach heftigen Kontroversen mit Prof. Griepenkerl verlässt Schiele im April mit gleichgesinnten unzufriedenen Studienkollegen die Akademie und gründet die “Neukunstgruppe”. Dazu gehören unter anderem Anton Faistauer, Rudolf Kalvach, Franz Wiegele, Hans Ehrlich und auch der Komponist Löwenstein sowie der Theatermaler Erwin Dominik Osen (der vorübergehend einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf Schiele ausüben kann). Später treten noch Hans Böhler und Albert Paris von Gütersloh dieser Gruppe bei. Schiele ist ihr Präsident und Sekretär. Im Dezember präsentiert sich die “Neukunstgruppe” erstmals im Wiener Salon Pisko.

 

1910

Im Herbst stellt Schiele wieder im Chorherrenstift Klosterneuburg aus. Der Eisenbahnbeamte Heinrich Benesch ist vom Bild einer Sonnenblume so begeistert, dass er beschließt, den Künstler persönlich aufzusuchen. Er sollte der beharrlichste Sammler von Schieles Zeichnungen und Aquarellen werden.

In Krumau malt Schiele Stadt- und Landschaftsbilder.

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